Geschäftsidee - Von der Idee zum Plan

Eine Idee allein macht noch kein Unternehmen. Wie Ideen zu Plänen werden und worauf Sie achten müssen, zeigen wir Ihnen hier.

Existenzgründung – von der Idee zum Plan

Bisweilen ist es bei der Existenzgründung ein langer Weg von der Idee bis zum Plan. Sie sollten ihn jedoch keineswegs abkürzen, indem Sie wichtige Schritte auslassen. Falls Sie bereits eine Geschäftsidee für Ihr Unternehmen haben, muss sie auf den Prüfstand.  

Vielleicht sehen Sie ja vor allem die Chancen Ihrer Existenzgründung. Positives Denken ist gut. Allerdings sollten Sie mögliche Herausforderungen nicht völlig ignorieren. Analysieren Sie frühzeitig, welche Risiken existieren, und überlegen Sie, wie Sie ihnen am besten begegnen, um Ihre Geschäftsidee zum Erfolg zu führen. Und wenn Sie erst einmal „nur“ die Idee haben, sich selbstständig zu machen – ohne konkrete Geschäftsidee? Dann beginnt Ihr Weg noch etwas früher.  

Gründen darf jeder – oder etwa nicht?

Im Prinzip darf jeder uneingeschränkt geschäftsfähige Mensch in Deutschland ein Gewerbe gründen. Einige Einschränkungen gibt es allerdings doch. Grundlage ist §1 der Gewerbeordnung, der sogenannte „Grundsatz der Gewerbefreiheit“: Der Betrieb eines Gewerbes ist jedermann gestattet, soweit nicht durch dieses Gesetz Ausnahmen oder Beschränkungen vorgeschrieben oder zugelassen sind. 

Für einige Branchen benötigen Sie als Gründer eine besondere Genehmigung. Auskunft darüber geben die §29 bis 38 der Gewerbeordnung. Betroffen sind Branchen wie Versicherungsberater, Makler, Betreiber von Spielhallen oder Pfandleihen sowie Veranstalter sogenannter Tanzlustbarkeiten (z.B. Diskotheken). Als Handwerker unterliegen Sie bei der Unternehmensgründung zudem unter Umständen der Meisterpflicht.  

Existenzgründung: Die richtigen Fragen stellen

Ist eine Gründung grundsätzlich möglich, beginnen Sie damit, Ihre Existenzgründung von der Idee zum Plan zu führen und in ein ausgereiftes Geschäftsmodell zu verwandeln. Um ein erfolgreiches Geschäft aufzubauen, sollten Sie sich etliche Fragen stellen, wie beispielsweise: 

Welche Art von Selbstständigkeit streben Sie an?

Die Neugründung eines Unternehmens ist nicht die einzige Möglichkeit, in die Selbstständigkeit zu wechseln. Eine Alternative ist die Übernahme eines bestehenden Unternehmens im Rahmen einer Unternehmensnachfolge oder eines bestehenden Geschäftskonzepts innerhalb eines Franchising-Modells 

Wie sehen die Marktbedingungen für Ihr Vorhaben aus?

Zu den wichtigsten Aktivitäten gehört die Marktanalyse. Sie beleuchtet unter anderem Potenzial, Volumen und Struktur des Marktes, auf dem Sie sich mit Ihrem Unternehmen bewegen werden, und beantwortet dabei folgende Fragen: 

  • Wie sieht theoretisch die höchstmögliche Nachfrage nach Ihrem Angebot aus? 
  • Wachsen die Märkte und Teilmärkte, auf denen Sie sich bewegen? Stagnieren oder schrumpfen sie? 
  • Welche Zielgruppe(n) sprechen Sie auf welche Weise an? Welche Vertriebswege nutzen Sie? 
  • Wie stark ist der Wettbewerb auf „Ihrem“ Markt? Wie stark ist die Konkurrenz? 

Natürlich sind insbesondere Angaben zur höchstmöglichen Nachfrage sowie zur Marktentwicklung spekulativ. Auf einer guten Datenbasis können Sie trotzdem realistische Prognosen treffen. Nehmen Sie für die Marktanalyse am besten ein Gründercoaching in Anspruch. 

Und wenn Sie noch gar keine konkrete Unternehmensidee haben? Überlegen Sie in diesem Fall zuerst, in welcher Branche Sie sich wohlfühlen würdenBevorzugen Sie Dienstleistungen, die Produktion und den Vertrieb von Waren oder eine reine Handelstätigkeit? Etwas Spaß am unternehmerischen Handeln ist wichtig. Unternehmen Sie deshalb nichts, was Sie nur beginnen, weil Ihnen irgendwer gesagt hat, dass man damit Geld verdienen kann.  

Existenzgründung – von der Idee bis zum Businessplan

Die Finanzplanung für die Gründungsphase gehört zu den besonders wichtigen Kapiteln, wenn Sie Ihre Existenzgründung von der Idee zum Plan führen. Möglich ist ein Kredit durch Institutionen wie die KfW oder eine Finanzierung durch private Geldgeber, die als Investoren ins geplante Geschäft einsteigen. Wichtig: Alle Planung sollte am Ende in einen detaillierten Businessplan münden. Er dient nicht nur dazu, potenzielle Geldgeber zu überzeugen. Er sollte auch dazu führen, dass Sie ein klares Bild von Ihrer kommenden Tätigkeit haben. 

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