Ernährungs-
wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

Lebensmittel aus Mecklenburg-Vorpommern tragen das Gütesiegel

Ernährungswirtschaft in MV: Nachhaltig und vielseitig

Ernährungswirtschaft – mit diesem Begriff wird der Wirtschaftszweig bezeichnet, der für die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln stehtDie Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern hat mit fast 34 Prozent Anteil am verarbeitenden Gewerbe einen hohen Stellenwert – und spielt so eine wichtige Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung im Bundesland 

Einige Eckdaten zur Ernährungswirtschaft im nördlichsten Bundesland: 

  • Insgesamt rund 17.000 Beschäftigte 
  • Jahresumsatz von mehr als 4,3 Milliarden Euro 
  • Rund 136.000 Hektar Fläche in ökologischer Bewirtschaftung 

Mecklenburg-Vorpommern als wichtiger Erzeuger

Das verarbeitende Gewerbe in Mecklenburg-Vorpommern konnte im Jahr 2018 einen Gesamtumsatz von 12,9 Milliarden Euro erzielen. Davon entfallen die bereits oben genannten 4,3 Milliarden Euro auf den Bereich Ernährungswirtschaft, wiederum 4,0 Milliarden auf die Produktion von Futter- und Nahrungsmitteln, im Bereich der Getränkeherstellung konnte ein Umsatz von 0,3 Milliarden Euro erzielt werden. 

 Ebenfalls im Jahr 2018 wurden Futter- und Nahrungsmittel sowie Getränke im Wert von insgesamt 668 Millionen Euro exportiert – das entspricht einer Quote von gut 15 Prozent. Grund dürfte sein, dass Mecklenburg-Vorpommern schon seit langem das Ziel verfolgt, Märkte außerhalb von Deutschland zu erschließen und entsprechend zu expandieren. Viele Landwirte beteiligen sich an diesen Plänen, wodurch das Land eine konstant steigende Exportquote verzeichnen kann.  

Lebensmittel aus MV – gefragt im Ausland

Bei der Erschließung neuer Märkte im Ausland kommt Mecklenburg-Vorpommern der Titel „Made in Germany“ zugute. Vor allem aufgrund dieses inoffiziellen „Gütesiegels“ steigt die Nachfrage nach deutschen Lebensmitteln stetig an. Parallel dazu erweitern die regionalen Anbieter kontinuierlich ihr Angebot: So ergibt sich eine umfangreiche Produktpalette, die von traditionellen Klassikern bis hin zu neuen Innovationen reicht.  

Im Ausland am meisten gefragt sind Fleisch- und Milcherzeugnisse, gefolgt von Süßwaren und Snacks. Insgesamt sind viele Unternehmen und Wirtschaftsverbände in Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile auf den Export-Zug aufgesprungen und richten sich immer mehr international aus. Das bestätigt noch einmal die steigenden Zahlen und das große Wachstum am Markt. 

Ernährungswirtschaft in MV: Mit Qualität überzeugen

Weltweit lässt sich den letzten Jahren eine Entwicklung beobachten, der die Ernährungswirtschaft in MV konsequent folgen muss: Die quantitative und qualitative Nachfrage an Lebensmittel steigt – es werden mehr landwirtschaftliche Erzeugnisse in gleichzeitig besserer Qualität erwartet.  

Diese Steigerungen sind darauf zurückzuführen, dass sowohl die Weltbevölkerung als auch der Wohlstand stetigem Wachstum unterliegen. Dabei entwickelt sich der weltweite Markt weg von der reinen Masse und geht tendenziell in Richtung Qualität, die gerne auch etwas mehr kosten darf. Belegen lässt sich diese Aussage schlicht und einfach mit dem Marktwachstum: Der internationale Markt für Lebensmittel hat sich in den letzten 10 Jahren auf 1.500 Milliarden US-Dollar mehr als verdreifacht.  

Die Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern hält hier vor allem durch moderne Anlagen und Maschinen sowie den stetigen Ausbau ihrer Betriebe mit. Damit ist das Bundesland gut für den Markt gerüstet – aktuell sowie in der Zukunft. 

Enge Verzahnung von Ernährungswirtschaft und Politik

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. (AMV) das stärkste Netzwerk der Branche – der Verein zählt insgesamt rund 130 Mitgliedsbetriebe. 

Die Ziele dieses Branchennetzwerkes sind im Wesentlichen: 

  • Vereinen von Erzeugern, Veredlern und Herstellern 
  • Verbindung zu anderen Bereichen (zum Beispiel Logistik und Handel) 
  • Politische Kommunikation und Interessenvertretung 
  • Unterstützen der einzelnen Betriebe zur Stärkung ihrer Wettbewerbsstellung 
  • Enge Vernetzung untereinander 

Insgesamt erwirtschaften die AMV-Mitgliedsunternehmen pro Jahr einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro. Sie verfügen über mehr als 5.200 Beschäftigte. Es sind vor allem Betriebe aus den Bereichen Fischverarbeitung, Fleisch und Wurst, Getränkeherstellung sowie der Milchindustrie im Verein vertreten. Ebenfalls dabei sind verschiedene Unternehmen, die Trockenprodukte herstellen. Die AMV hat sich mittlerweile eine solide Stellung auf dem Markt geschaffen und ist mit einer Industrie- oder Handelskammer vergleichbar. 

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