Kredit - Startkapital für Existenzgründer

Ein Kredit ist die gängiste Art, eine Unternehmensgründung zu finanzieren. Welche Bank für Sie die richtige ist und welche Konditionen es gibt, zeigen wir Ihnen hier.

Kredite: Alles rund um die Gründungsfinanzierung

Sie haben die passende-Geschäftsidee, aber keine ausreichenden finanziellen Mittel, um diese erfolgreich umzusetzen? Dann hilft nur, das Eigenkapital durch einen Kredit aufzustocken. Wie die Gründungsfinanzierung mit Krediten funktioniert, was Sie vor der Beantragung beachten sollten und ob ein klassisches Darlehen besser geeignet ist als ein Online-Kredit, erfahren Sie hier.

Online-Kredit oder Bank-Darlehen:
Was ist sinnvoll für die Gründung?

Mit einem Kredit gelingt vielen Neugründern der Start in die Selbstständigkeit. Allerdings ist es für junge Unternehmer oft schwer, ein solches Darlehen zu erhalten, obwohl es zahlreiche Fördermöglichkeiten gibt. Das Problem hierbei ist die finanzielle Stabilität des neu gegründeten Betriebs. Viele Banken lassen sich ungern auf das Risiko ein und vergeben daher keinen Kredit. An dieser Stelle kommt der Online-Kredit ins Spiel. Er lässt sich schnell beantragen und erfordert nur wenige Formalitäten.

Kreditmöglichkeiten für Existenzgründer – ein Kurzüberblick

Da die finanziellen Mittel vor und kurz nach der Gründung eines Unternehmens häufig knapp sind, benötigen viele Neugründer einen Kredit. Investitionen und Kosten in der Startphase reißen nicht selten ein schwer zu füllendes Loch in den Geldbeutel.

In Branchen wie der Gastronomie, dem Handwerk oder dem Handel finden Sie sich häufig selbst in dieser Situation wieder. Betriebs- und Geschäftsausstattung müssen gekauft, Räumlichkeiten angemietet und Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen durchgeführt werden. Erst im Anschluss an diese „Grundaufwendungen“ haben Sie langsam die Möglichkeit, sich der Gewinnschwelle zu nähern.

Abhängig von Ihrer Ausgangssituation, Ihrem Geschäftszweig und der finanziellen Lage Ihres Betriebs kommen unterschiedliche Arten der Finanzierung infrage. Sie lassen sich in vier grobe Kategorien einteilen:

Online-Kredit

Bei einem Online-Kredit leiht Ihnen ein privater Anleger oder ein Finanzdienstleister Geld. Die Besonderheit bei dieser Form des Darlehens liegt darin, dass es ausschließlich über Internetplattformen vergeben wird. Ein Online-Kredit ist zudem leichter zu bekommen als klassische Darlehen, Sie sollten die einzelnen Angebote jedoch sorgfältig vergleichen.

Förderkredit

Förderkredite sind staatlich geförderte Darlehen, die Neugründer beim Aufbau ihres Unternehmens unterstützen sollen. Daher sind die Konditionen günstiger als bei herkömmlichen Darlehen – Förderkredite sind jedoch deutlich schwerer zu bekommen.



Bankdarlehen

Es ist seit jeher die klassische Form der Unternehmensfinanzierung, auch bei Neugründungen. Der „direkte“ Kredit bringt mehr Bürokratie und Zeitaufwand mit sich, Sie haben auf der anderen Seite jedoch einen persönlichen Ansprechpartner, den Sie von Ihrem Vorhaben überzeugen können.

Mikrokredit

Mikrokredite sind kleinere Darlehen (zwischen 100 und 25.000 Euro.) Beantragung, Auszahlung und Vergabe laufen ähnlich wie beim Online-Kredit, oft sind jedoch die Zinsen höher und die Laufzeit kürzer.





Darlehen für Existenzgründer: Starten Sie mit Rückenwind

Vor, während und nach einer Existenzgründung – der sogenannten Startphase – ergeben sich besonders im Hinblick auf die Finanzierung viele Fragen. Ein Darlehen für Existenzgründer sorgt für das notwendige Startkapital. Mit diesem können Gebäude gekauft oder gemietet, Anschaffungen getätigt und Renovierungsarbeiten durchgeführt werden. Der Kredit wird ergänzt durch öffentliche Fördermittel, die Bund und Länder bereitstellen.

Existenzgründung:
Vorbereitung ist alles

Gründungsdarlehen und Kredite lassen sich flexibel ausgestalten und individuell an Ihren Bedarf anpassen – besonders bei der Gründung gilt „Kredit ist nicht gleich Kredit“. Um herauszufinden, welchen Bedarf Sie für Ihr Unternehmen tatsächlich haben, ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Der Businessplan ist damit der erste und wichtigste Schritt, mit dem Sie dem betrieblichen Erfolg näherkommen. Ratsam ist es, folgende Unterlagen einzubeziehen:

  • Finanz- und Investitionsplan
  • Detaillierte Beschreibung der Geschäftsidee und Ihres Gründungsvorhabens
  • Ihren Lebenslauf
  • Bereits abgeschlossene oder künftige Pacht- und Mietverträge
  • Etwaige Gesellschaftsverträge, abhängig von der Rechtsform Ihres Unternehmens
  • Rentabilitätsvorschau (Stichwort: Gewinnschwelle)
  • Liquiditätsplan

Öffentliche und private Starthilfen nutzen

Der Staat und private Investoren unterstützen bundesweit die Gründung neuer Unternehmen und versuchen auf unterschiedliche Weise, Ihnen den Start zu erleichtern. Typisch bei öffentlichen Fördermitteln sind die langen Laufzeiten, tilgungsfreie („kostenlose“) Anlaufjahre und sehr niedrige Zinsen, die oftmals unter dem ohnehin niedrigen Marktniveau liegen. Es ist zu empfehlen, diese Möglichkeiten zumindest zu prüfen. Sie erleichtern Ihnen signifikant den Start in die unternehmerische Selbstständigkeit.

Darlehen für Existenzgründer: Öffentliche Fördermittel im Überblick

Die Bundesregierung unterstützt Projekte mit unterschiedlichen Förderprogrammen. In der Regel werden die Fördergelder ähnlich eines Darlehens für Existenzgründer ausgezahlt, die Höhe der Rückzahlung unterscheidet sich jedoch von Programm zu Programm.

Das StartGeld der KfW Bank

Die KfW-Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist Deutschlands größtes Förderinstitut und bezieht seine Mittel aus Europäischen Fonds. Das Institut fördert mit dem ERP-Gründerkredit, auch als KfW StartGeld bekannt, die Neugründung von Unternehmen mit bis zu 100.000 Euro. Dieses Geld kann sowohl für die Gründung selbst als auch für nachfolgende Anschaffungen verwendet werden. Der Kredit kann an nahezu alle Unternehmer (auch Freiberufler sowie nebenberuflich Selbstständige) vergeben werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Das KfW Darlehen für Existenzgründer können Sie außerdem beantragen, wenn Sie bereits einen zweiten Anlauf in die Selbstständigkeit starten. Förderfähig sind unter anderem diese Maßnahmen:

  • Investitionen (Anlagen, Geschäftsausstattung, Grundstücke/Gebäude, Baukosten)
  • Betriebsmittel (Barvermögen, Kaution/Miete, Marketing und Beratung, andere laufende Kosten)

Der ERP-Gründerkredit (Universell) der KfW Bank

Der universelle Gründerkredit der KfW Bank ermöglicht Ihnen, bis zu 25 Millionen Euro für sämtliche betrieblichen Aufwendungen zu erhalten. In Frage kommen sowohl Neugründungen als auch Übernahmen, Wachstum und Festigung bestehender Betriebe. Im Übrigen gelten dieselben Voraussetzungen wie für das StartGeld, Sie können die Mittel also auch als Freiberufler beantragen.

Das ERP-Kapital für Gründungsvorhaben der KfW Bank

Mit dem ERP-Kapital der KfW Bank erhalten Sie bis zu 500.000 Euro, die für den Aufbau und den langfristigen Betrieb Ihres Unternehmens gedacht sind. Auf diese Weise schonen Sie Ihre Sicherheiten und die Kreditlinie. Allerdings ist die Förderfähigkeit auf 40 Prozent Ihres Vorhabens beschränkt – die übrigen 60 Prozent müssen Sie daher auf eine andere Weise finanzieren. Zu den förderfähigen Maßnahmen gehören:

  • Im Bereich „Investitionen“: Anlagen und Maschinen, Software und IT-Ausstattung, Grundstücke und Gebäude, Baukosten, Betriebsausstattung und Einrichtung
  • Im Bereich „Betriebsmittel“: Materialkosten und Warenlager (Erstausstattung), sämtliche Beratungsdienstleistungen, erste Teilnahme an einer Messe, Marketing allgemein

Darlehen für Existenzgründer gibt es zuhauf, die Fördermöglichkeiten sind vielfältig. Für Sie als Gründer ist es entscheidend, sich über die konkrete Situation Ihres Betriebes und zukünftige Vorhaben im Klaren zu sein. Vor allem aber sollten Sie die richtige Finanzierungsweise auswählen.

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