Wo stehen wir hinsichtlich Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern und wohin steuern wir in Zukunft? Unter dieser Prämisse fand am Donnerstagabend die erste Clubhouse Session des Coworking Spaces „Basislager Rostock“ statt. Moderator Max Jagusch diskutierte knapp eine Stunde lang mit den Gründern von KOMEA und TripLab, der Geschäftsführerin der OSTSEE-ZEITUNG, Imke Mentzendorff, sowie Digitalminister Pegel und Toralf Schnell von der Unimedizin Greifswald in der digitalen Plattform.

Grundlage des Gesprächs war der Anfang Februar veranstaltete OZ-Beratungshafen, bei dem Jungunternehmen aus dem Land ihre Fragen an fünf Experten – darunter auch der Minister – stellen konnten. Im Nachklapp dazu konnte nun weiterdiskutiert werden.

„Digitalisierung ist kein Selbstzweck“, äußert Katja Fröhlich von KOMEA in der Runde. Es gehe darum, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um sich zukunftssicher aufzustellen. Die Sprecher des virtuellen Podiums sind sich einig, sich zusammen der Frage „Was macht Digitalisierung aus und wo kann ich in MV diese bekommen?“ zu widmen. Dabei spielt bewusst die Branchenzugehörigkeit oder Unternehmensgröße keine Rolle, denn „digital ist ja grenzenlos“, meint Imke Mentzendorff dazu. Die Heimatverbundenheit ist dadurch jedoch nicht bedroht, macht Toralf Schnell deutlich.

Auch aus dem Publikum schalteten sich zwischenzeitlich Teilnehmer dazu. So brachte Tobias Gebhardt von GWA Hygiene hervor: „Man muss den Neuen das Vertrauen schenken, sich entwickeln zu können. Ich glaube, da haben wir noch Ausbaupotenziale“. Es gehe darum, „Spielwiesen“ und Testumfelder für neue Unternehmen und deren Angebote zu schaffen. Das bestätigt auch Minister Pegel.

Die Diskussionsrunde der Clubhouse Session ist sich einig: Es geht nicht nur um Digitales, sondern um Kultur. Dafür hat MV bereits eine gute Basis. Darauf gilt es nun, aufzubauen. Dafür möchte das Basislager Rostock künftig öfter in einen solchen Austausch gehen.