Eine gute Geschäftsidee haben und dann gemeinsam mit Experten an eine Unternehmensgründung gehen: An der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock misst man dem Thema Start-up in Lehre und Forschung immense Bedeutung zu. Am 6. November 2020 wurde das Zentrum für Entrepreneurship (ZfE) als Institut gegründet. Studierende, Absolventen und Mitarbeiter der Universität werden  in allen Phasen eines Gründungsvorhabens ganzheitlich und kostenlos begleitet.

Die Gründungsmitglieder des Zentrum für Entrepreneurship (ZfE) der Universität Rostock. Foto: ZfE

Von der Vorstellung und Strukturierung der ersten Ideen, der Prüfung des Geschäftsmodells, dem Aufstellen von Businessplänen bis hin zur Finanzierung und der Möglichkeit für öffentliche Fördermittel – hier stehen den Ratsuchenden Start-up-Experten zur Seite. Die wissenschaftliche Gesamtleitung haben die Professoren Kurt Sandkuhl, Michael Leyer und Andreas Dittrich, zu Geschäftsführern des ZfE wurden Kathrin Krüger-Borgwardt und Dr. Martin Setzkorn bestellt.

Beim Ideenwettbewerb „inspired“ des ZfE werden die originellsten Geschäftsideen und wegweisende Forschungsergebnisse vorgestellt. Die Forschungsarbeit am neuen Zentrum erreicht eine neue Breite: Existenzgründer und kleine und mittlere Unternehmen werden wissenschaftlich aus verschiedenen Perspektiven betrachtet – neue Erkenntnisse bringen das Unternehmertum in und um Rostock voran. „Wir freuen uns über die Expertise der Professoren. Dies wird erheblich zur Stärkung und Weiterentwicklung des Gründerökosystems Rostocks beitragen“, sagt Dr. Martin Setzkorn.

„Handelsblatt“: Rostock könnte Hochburg für Start-ups werden

Laut „Handelsblatt“ zählt die Hansestadt Rostock zu den Regionen Deutschlands, die sich bis 2030 am besten entwickeln werden. Die Wirtschafts- und Finanzzeitung hat von den Experten des Beratungsunternehmens Prognos eine Wachstumsprognose bis zum Jahr 2030 errechnen und auf die Landkreisebene herunterbrechen lassen. Bundesweit landet Rostock in der Entwicklung der Bruttowertschöpfung nach dieser Voraussage auf Platz 6.

Was macht Rostock so beliebt für junge Existenzgründer? Wirtschaftliches Drehkreuz an der Ostsee und zentral im Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern gelegen – das macht die Stadt attraktiv für Unternehmensgründungen. Die Mieten sind im Vergleich zu den in der Nähe liegenden Metropolen Hamburg und Berlin noch bezahlbar. Die Hansestadt mit 208 000 Einwohnern bietet kurze Wege zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Und Rostock verfügt über renommierte Bildungs- und Forschungseinrichtungen: die 1419 gegründete Universität mit über 13 000 Studierenden, das Max-Planck-, das Leibniz- und das Fraunhofer-Institut.

Erfolgreiche Existenzgründungen

Centogene Firmenzentrale in Rostock. Foto: Centogene

Laut Prognose wird auch Rostocks Einwohnerzahl in den kommenden Jahren steigen – an Fachkräften sollte es Start-ups also auch künftig nicht mangeln. Bereits erfolgreiche Existenzgründungen machen Mut: Das Biotechnologieunternehmen Centogene wurde spätestens während der Corona-Pandemie mit der Entwicklung eines PCR-Schnelltests in ganz Deutschland bekannt.

Und Rostock macht weiter. Durch ein Accelerator-Programm, gezielte Förderungen durch Coaching, werden Gründer ab 2021 unterstützt. 2025 soll zudem ein Start-Up-Center in der Hansestadt eröffnen.

Info ZfE:

Universität Rostock, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Zentrum für Entrepreneurship (ZfE), www.zfe.uni-rostock.de, Tel.: 0381 4981192

Jeden Mittwoch zwischen 10 und 12 Uhr digitale Sprechstunde per Jitsi, Skype oder am Telefon.