Zeitungen, Wirtschaftsweisen, Politiker – Niemand kann eine sichere Aussage darüber treffen, ob wir uns mitten in der Krise befinden, ob es der Anfang ist oder nur eine kurze Entschleunigung. Wo befindet sich unsere Achterbahn im Konjunkturzyklus der Wirtschaft?

Ist der Zeitpunkt für eine Gründung günstig oder sollte der Startpunkt verschoben werden?

Mein Name ist Riko Zimmermann (29), ich bin Beteiligungsmanager bei der ROKA 1825 GmbH, die Beteiligungsgesellschaft der OstseeSparkasse Rostock. Unser Ziel ist es, Venture Capital1 in der Region zu investieren und damit innovative Start-ups und Unternehmen zu unterstützen.

Schauen wir in die Lehrbücher, wird die Wirtschaft vereinfacht mit einem 4-phasigen Zyklus beschrieben. Wir alle kennen die Abbildung, mit der wir die Schlagwörter Aufschwung, Boom, Abschwung und Tiefphase/Depression verinnerlicht haben. Unsere Wirtschaft verhält sich also laut dieser Theorie wie eine Achterbahn.

Will die Gondel auf den höchsten Punkt, braucht sie Schwung. Wir benötigen physikalisch gesehen also immer wieder eine Schwungphase, um zum nächsten Wirtschaftsboom zu gelangen, so die Theorie. Sicher verhalten sich nicht alle Marktsegmente gleich, und wir können Gewinner in bestimmten Bereichen feststellen, in denen andere schlechte Zeiten durchmachen. Branchenvergleichend kann hier die Kreuzschifffahrt und der Onlinehandel genannt werden. Starke negative und positive Entwicklungen werden hier die Jahresabschlüsse prägen.

Eines können wir im Moment sicher sagen: Die allgemeine Wirtschaftsgondel rollt hinunter, weg vom Zenit des Booms, nachweisbar am gemessenen Bruttoinlandsprodukt. Wie weit wir Schwung holen, wird sich in den nächsten Monaten zeigen, wenn das Jahr abgeschlossen und wir wortwörtlich die ersten Bilanzen gezogen haben.

In dem derzeitigen Abschwung sehe ich für Gründer, Start-ups, Unternehmensnachfolgen und Ausgründungen enormes Potenzial.

Zu welchem Zeitpunkt hatten wir das letzte Mal einen solch entschleunigten Markt, der es ermöglichte, das operative Geschäft strategisch neu aufzustellen?

In dem es möglich war, den Markteintritt aufgrund weiterer Entwicklungen nach hinten zu schieben, ohne potenzielle Trends zu verpassen?

Wann hat es in so wenigen Wochen ein derartiges Umdenken bezüglich der Arbeitsweise gegeben? Homeoffice und mobiles Arbeiten sind nicht mehr Schlagwörter von IT-Unternehmen oder „jungen hippen Start-ups“ – unsere breite Mitte, KMUs2 und einzelne Unternehmer mussten Sicherheit durch dezentrales Arbeiten schaffen und das auf Knopfdruck ohne Anlaufphase!

Der Abschwung, herbeigeführt durch die Corona-Pandemie, wird völlig neue „White-Spots3“ in vielen Wirtschaftsbereichen aufdecken. Wahrscheinlich wird es Player geben, die Bereiche mit ihren konventionellen Produkten oder Dienstleistungen verlieren. Diese Lücken können neu erobert werden.

Es liegt in der Natur von Start-ups, agil und anpassungsfähig zu sein. Eingefahrene Prozesse gibt es nicht. Sie sind geprägt von Abenteuerlust und dem Hunger auf Erfolg – aus meiner Sicht die perfekten Attribute, um in wirtschaftlich turbulenten Zeiten erfolgreich zu sein.

Start-ups, die durch Venture Capital finanziert sind, erhalten eine solide Eigenkapitalfinanzierung, die meist zeitlichen Puffer unabhängig vom Markt schafft. Beteiligungsgesellschaften wie die ROKA 1825 GmbH achten darauf, dass die Liquiditätsreichweite in realistischen Szenarien mindestens für 18 Monate gesichert ist. Ein Zeitraum indem intensiv letzte Produktentwicklungen abgeschlossen oder Markteintrittsstrategien umgesetzt werden.

Warum also nicht gründen und diesen Puffer in der Zeit aufbrauchen, in der unsere Achterbahngondel auf dem Konjunkturzyklus Schwung für den nächsten Boom sammelt? Warum nicht also loslegen und die neuen „White-Spots“ des Marktes erobern? Aus meiner Sicht befinden wir uns in einer wirtschaftlich sehr interessanten Zeit, die viel Potenzial für Gründer und agile, innovative Unternehmen bietet.

Hermann Hesse schreibt in seinem Gedicht „Stufen“: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“. Warum nicht mit diesem Zauber in solch spannender Zeit beginnen?

Gern lade ich Sie zu uns ein, um mit der ROKA 1825 GmbH über Ihre Pläne zu sprechen und eine Ausstattung mit Venture Capital durch unser Haus zu überprüfen.

www.ospa.de/roka

 

Riko Zimmermann
Beteiligungsmanager

Telefon:
0381 643 8045 / 0170 330 4930

E-Mail: RZimmermann@ospa.de

 

1 – Venture Capital: Risikokapital – Finanzierung mit hohem Ausfallrisiko eines sehr jungen Unternehmens/Startups, siehe Offene/Stille Beteiligung

2 – KMU: Kleine und mittlere Unternehmen

3 – White Spot: Marktbereich welcher nicht oder wenig erschlossen ist.