Gründer aus MV trafen Minister Pegel (von links: Raijana Schiemann, Stefanie Rectenwald, Christian Baudisch, Joshua Becker, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Christian Pegel, OZ-Geschäftsführerin Imke Mentzendorff, Jan Tauer, Paul Franzke, Steffi Beckert, Tanja Fisse und Co-Working-Standortleiter Max Jagusch). Foto: Frank Söllner

Am Mittwoch hatte das Coworking-Space im OZ-Medienhaus besonderen Besuch: Der Digitalisierungsminister des Landes kam mit den jungen Start-up-Unternehmen ins Gespräch. Vernetzung sei das A und O. Dabei helfe auch so ein Arbeitsplatz, an dem mehrere Firmen zusammenkommen.

​Maschinelles Lernen, digitales Feedback, Vermittlung von Softwareentwicklern oder automatisierte Insektenzucht: Die Ideen junger Gründer aus Rostock, die unter anderem im OZ-Coworking-Space „Basislager“ sitzen, sind innovativ und vielfältig. Das interessiert auch Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes. Am 15. Januar besuchte er deshalb das „Basislager“ um fünf Start-ups kennenzulernen und ihnen Netzwerkhilfe von oberster Stelle anzubieten.

Zu präsentieren hatten die Gründer vor allem digitale Ideen, wie zum Beispiel Steffi Beckert (35) von triphari. Das Unternehmen entwickelt ein System, das digital überprüfen kann, ob ein Bett belegt ist oder nicht. „Gerade in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen soll es zum Einsatz kommen, eine bessere Überwachung gewährleisten und das Personal entlasten“, erklärt Beckert.

Austausch während Kaffeepause

Minister Pegel bot individuelle Netzwerkhilfe.

Pegel fällt dazu sofort ein Kontakt ein, der der jungen Unternehmerin und ihren Mitstreitern unterstützend weiterhelfen könnte. „Ich bin eher Laie in den meisten Fachgebieten der Start-ups, lerne in meinem Amt aber sehr viele Leute kennen und kann beim Vernetzen helfen“, verrät der Minister. Denn das Schwerste bei einer Unternehmensgründung sei es, sich auf einem Markt zu integrieren und wahrgenommen zu werden.

Immer wieder betont Pegel, wie wichtig es ist, sich ein gutes Netzwerk aufzubauen. Das weiß auch Max Jagusch (24), Leiter des „Basislager“: „Der Sinn eines Coworking-Spaces ist es, sich zu vernetzen und gegenseitig zu helfen. Das funktioniert bei uns schon ganz gut. Ich merke immer wieder, wie es allein bei einer kurzen Kaffeepause zum Austausch kommt.“

Sechs Unternehmen haben das „Basislager“ bereits bezogen. Darunter auch Jan Tauer, Geschäftsführer von tweedback – einer Plattform für digitales, anonymes Echtzeit-Feedback. „Wir schätzen vor allem das entspannte und kreative Umfeld. Aber auch die Stadtnähe, und die Ausstattung der Räume. Hierher können wir auch Kunden einladen – das war uns enorm wichtig“, erzählt der 36-Jährige.

Pegel: „Ladet Madsen ein!“

„Aktuell sind noch drei Büros und ein Großteil des offenen Bereichs frei“, weiß Jagusch. Er hofft allerdings, dass sich gerade letzterer bald füllen wird, denn dann könne der Austausch untereinander noch besser funktionieren. Bei Netzwerkfragen können sich die Gründer aber auch immer an das Team vom „Basislager“ wenden.  „Der Coworking-Space ist in das Existenzgründungs-Portal ’Chancen MV’ eingebettet“, informiert OZ-Geschäftsführerin Imke Mentzendorff. Dort bieten unterschiedlichste Partner das wichtigste Know-How für Gründer zur Verfügung.

In entspannter Runde kamen die Gründer und der Minister im Basislager Rostock ins Gespräch. Foto: Frank Söllner

Für das gesamte „Basislager“ hat Pegel noch einen eindringlichen Rat: Der Rostocker Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen sollte eingeladen werden. „In genau so eine Runde, wie wir hier sitzen“, meint der Minister. Das Rathaus könne sicher auf einige der Start-ups zurückgreifen. Und dann hat Mentzendorff abschließend noch eine spontane, besondere Einladung für alle anwesenden Gründer: „Kommt am Freitag zu unserem OZ-Neujahrsempfang. Da könnt ihr mit der Vernetzungsarbeit gleich starten.“

Das sagen die Gründer:

Steffi Beckert von tiphari

„Wir haben uns sehr über die Teilnahme am Meet & Greet mit Herrn Pegel gefreut. Sehr freundlich wurden wir vom Team des Basislagers empfangen und durch die lockere, entspannte Atmosphäre der Veranstaltung kamen wir schnell mit den anderen Gästen ins Gespräch. Es war schön, ein paar neue Gesichter der Rostocker Start-up Szene zu sehen und sich über die unterschiedlichen Projekte auszutauschen. Besonders gefallen hat uns, dass das der Besuch für den Minister keine reine PR-Veranstaltung war, sondern er sichtlich Spaß an der Veranstaltung hatte: Er nahm sich viel Zeit für jedes einzelne Team, ließ sich die Ideen genau erklären, gab wichtigen Input und vermittelte spontan Kontakte in Politik und Wirtschaft. Auch uns verhalf er so zu einem möglichen Kooperationspartner.“

Jan Tauer von tweedback

„Das Treffen war für Gründer einfach fantastisch! Jeder durfte in lockerer Runde von seiner Idee erzählen und hat vor Ort noch hilfreiche Kontakte bekommen. Herr Pegel verhält sich für mich dabei selbst wie ein Gründer: Er ist begeistert von seiner Arbeit, trägt bewusst Verantwortung, ist ständig offen für Neues und kann dran bleiben.“

Christian Baudisch von INOVA Protein

„Uns hat die Veranstaltung soweit sehr weiter geholfen, dass wir durch Herrn Pegel den Kontakt zum Herrn Backhaus erstellen konnten und dort auch schon einen Termin im Februar ansteht. Was uns sehr erfreut hat an dem Treffen mit Herrn Pegel ist der direkte Austausch und die geringe Distanz innerhalb der Gespräche. Das Herr Pegel von unseren Insekten probiert hat, war uns eine große Freude und zeigt ein zusätzliches reges Interesse an diesem Thema.“