Greifswald/Rügen (DR). Deutschlandweit geht die Zahl der Unternehmensgründungen zurück. Auch in Mecklenburg-Vorpommern sinkt sie bei gleichzeitig konstanten Gewerbeauflösungen. Somit verliert MV jährlich ca. 1.500 registrierte Betriebe. Gleichzeitig stehen nach Schätzungen der Industrie- und Handelskammern und der Handwerkskammer in MV bis 2025 rund 20.000 Unternehmen zur Nachfolge an. Besonders Vorpommern droht durch zu wenig Neugründungen und nicht stattfindende Unternehmensnachfolgen eine strukturelle Schwächung und Verlust an Wirtschaftskraft.

Dieser Entwicklung stellt sich das Projekt „Neue Unternehmer für Vorpommern – Für mehr Unternehmensgründungen und -nachfolgen“ entgegen, das kürzlich startete. Das Vorhaben hat eine Laufzeit von 27 Monaten, wird durch die WFG Vorpommern als Projektträger organisiert und durch die WITENO GmbH Greifswald mit dem Fokus Gründung & Start-ups und die Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern für den Bereich Unternehmensnachfolge begleitet. Es zielt darauf ab, nachfolge- und gründungsinteressierte Akteure mit übergabewilligen Unternehmern zusammen zu bringen und den Standort Vorpommern stärker in die Wahrnehmung von Gründern und Nachfolgern zu rücken. Engagierte und motivierte Menschen sollen regional und überregional angesprochen werden, mit dem Ziel in Vorpommern neuzugründen, ein bestehendes Unternehmen zu übernehmen oder vorerst eine Führungsposition in der Region anzunehmen, um perspektivisch ein „Neuer Unternehmer für Vorpommern“ zu sein.

Neben Eigenmitteln, die die WFG Vorpommern und die Bürgschaftsbank bereitstellen, wird „Neue Unternehmer“ über das Regionalbudget Vorpommern durch den Regionalen Planungsverband Vorpommern sowie eine SEM-Förderung des Regionalbeirats Vorpommern kofinanziert. Das Gesamtbudget beläuft sich auf rund 314.000 Euro.